Foto UNIA

WIR schauen hin, dieses Mal zu den Nachbarn in der Schweiz und was sehen wir im vermeintlich gemütlichen Ländle, in dem die Milch in lila Kühen gebraut wird? Bauarbeiter machen Zoff!

Ein Streiktag gegen Subunternehmerunwesen, Schlepperbanden und Lohndumping hat Hunderte Schweizer Baustellen stillgelegt. Sollten wir bisher geglaubt haben, nur in Deutschland werde das Baugewerbe verramscht, wird nun eines besseren belehrt. Sogar in der Schweiz, nach unserem Glauben Vorbild für Anstand, Recht und Ordnung, wird Druck auf die Arbeitnehmer durch unlautere Machenschaften ausgeübt. Widerstand wird zur Pflicht gegen die Figuren, die sich auf dem Rücken der Malocher die Nasen vergolden. Mehr hier http://www.unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&L=10&tx_ttnews[tt_news]=6741&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=3a76baf53d1bf7e1fb6c021e821749f2

 

Quelle: Der Spiegel, 16/2011

“Gute Arbeit in Europa – WIR schauen hin!” ist die Kampagne der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Eines unserer Ziele ist mitzuhelfen, dass schamlosen Menschenhändlern das Handwerk gelegt wird.

Wie diese Menschenhändler ticken und sich mit ihrem “Handwerk” wahrlich goldene Nasen mit der Not der Menschen verdienen, beschreibt ein Artikl im Spiegel, der durchaus lesenswert ist. Guckst Du hier Menschenhändler

Seit knapp 2 Monaten haben wir nun die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Was hat sich seitdem getan? Gibt es auffällige Entwicklungen? Probleme? Wenn ja, welche? Gut ist zu wissen, was tatsächlich los ist. Deswegen bitten wir um Mithilfe. Am Besten können wir die Infos bearbeiten, wenn sie mittels eines Teilnahmebogens ankommen, den wir zum Download zur Verfügung stellen. Hier geht es zum Teilnahmebogen. Das Formular kann man auf dem Bildschirm ausfüllen, dann ausdrucken und faxen. Oder nach dem Ausfüllen als PDF speichern (“Speichern unter” nicht vergessen!) und die dann zurückmailen.

An diesem Wochenende trafen sich Kollegen der IG BAU und der belgischen FGTB zum gemeinsamen Seminar „Arbeits- und Gesundheitsschutz am Beispiel des Baugewerbes“ in Simmerath (NRW).

Gemeinsam wurden die Erfahrungen in diesen Bereich ausgetauscht und von den jeweiligen Besonderheiten auf den Baustellen berichtet.

„Dieser Austausch ist sehr fruchtbar und zeigt sehr deutlich wie wichtig es ist, sich in diesem, aber auch in vielen anderen Themen zu vernetzen.“ äussert sich Claudio Casula, Betriebsrat und gewerkschaftlicher Delegierter bei der Fa. Duchene Effage aus Lüttich.

„Beim Blick über den Tellerrand, wird deutlich, dass es in anderen Ländern den gleichen Handlungsbedarf und die gleichen Herausforderungen gibt. Es ist notwendig  gemeinsam Lösungen und Strategien  zu entwickeln.“

ergänzt Dietrich Brosche aus Bottrop.

Fotos: IG BAU


Fotos: IG BAU

Seit drei Wochen gilt in Deutschland die Arbeitnehmerfreizügigkeit: Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den europäischen Beitrittsländern (noch ohne Bulgarien und Rumänien) dürfen ohne besondere Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis hier erwerbstätig werden.

Ab jetzt schauen WIR in der IG BAU ganz genau hin, wie sich die Arbeitnehmerfreizügigkeit auswirkt und wie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Deutsche und Ausländer gleichermaßen) behandelt werden. WIR – das bin ich, das bist du, das sind alle zusammen, für die gilt: “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort”

Mit dem Abschluss neuer Tarifverträge ist zwar die Tarifrunde “offiziell” abgeschlossen, nicht aber die Tarifbewegung. Jetzt geht es darum, dass die tariflichen Lohnerhöhungen in den Betrieben auch durchgesetzt werden.

Dabei kommt es nicht nur auf die Lohnerhöhung als solche an, sondern auch auf die korrekte Eingruppierung. Da ist für viele Beschäftigte noch richtig Kohle drin!

Zum Download bieten wir hier die Tarifbroschüren über die Löhne im Bundesgebiet West und Ost an und in Berlin.

2011_Lohn_Bauhaupt_West

2011_Lohn_Bauhaupt_Ost

2011_Lohn_Bauhaupt_Berlin

Spezielle Löhne (für besondere Gruppen) gibt es zudem in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Tariflöhne gelten verbindlich für alle IG BAU-Mitglieder in den Betrieben, die über ihre regionalen Verbände dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und/oder dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes angehören, oder in den Betrieben, die mit der IG BAU Anerkennungstarifverträge abgeschlossen haben. Beschäftigte, die nicht der IG BAU angehören, haben Rechtsanspruch lediglich auf die Löhne in den den Lohngruppen 1 und 2 (West und Berlin) und 1 (Ost). Das sind die allgemeinverbindlichen Mindestlöhne.

Die Gehälter unterscheiden sich im Gebiet West (ohne Bayern), Ost und Berlin. Für Bayern gibt es aufgrund der Historie gesonderte (höhere) Gehälter. Auch hier gilt: Rechtsanspruch auf Tarifgehälter nur für in der IG BAU organisierte Beschäftigte bei organisierten Arbeitgebern!

2011_Gehalt_Bauhaupt_West

2011_Gehalt_Bauhaupt_Ost

2011_Gehalt_Bauhaupt_Berlin

2011_Bauhaupt_Bayern

Eingruppierungsfragen und Fragen über die Möglichkeit, die richtigen Löhne und Gehälter durchzusetzen, beantworten alle Gewerkschaftssekretäre der IG BAU.

Grafik:TLS

Der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 45,6 Prozent auf 140 Millionen Euro gestiegen. In den neuen Bundesländern und in Deutschland fiel der Anstieg mit 45,3 Prozent und 37,6 Prozent etwas geringer aus.

Der Auftragseingangsindex im Bauhauptgewerbe verringerte sich in den ersten zwei Monaten 2011 in Thüringen um 8,1 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Erfurt mitteilte. Dagegen wurde für Deutschland ein Anstieg um 4,6 Prozent ermittelt. Während die Beschäftigtenzahl in Thüringen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent zurück ging, gab es im Durchschnitt Deutschlands einen Anstieg um 2,8 Prozent. In der Summe der neuen Bundesländer stieg die Zahl der Baubeschäftigten um 2,9 Prozent.

Der Umsatz je Beschäftigten (Umsatzproduktivität) stieg in Thüringen in den ersten zwei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um 47,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt und auch im Durchschnitt der neuen Bundesländer wurde ein geringerer Zuwachs um 33,9 bzw. 41,1 Prozent registriert. Damit stieg die Produktivität in Thüringen aufgrund der gesunkenen Beschäftigungszahlen stärker als im Bundesdurchschnitt und in den Neuen Bundesländern.

Quelle:RegioWeb

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