Category Archives: Maler-Tarifbewegung 2016

Mehr Geld für Maler und Lackierer

Am 1. Mai 2017 steigen die Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk. Ungelernte Beschäftigte müssen dann mindestens 10,35 Euro verdienen, gelernte Arbeitnehmer in Ostdeutschland 11,85 Euro. Und: Weitere Entgelterhöhungen sind vorgesehen.

Der Mindestlohn gilt allerdings nicht für Fahrzeug- und Metalllackierer.

 

Die rund 200.000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk erhalten ab 1. Mai 2017 mehr Geld. Und auch für die nächsten Jahre bis 2020 wurde eine stufenweise Anhebung des Mindestlohns beschlossen. Darauf haben sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz geeinigt.

Im Maler- und Lackiererhandwerk ist der Mindestlohn für alle Arbeitgeber der Branche als Lohnuntergrenze verbindlich, unabhängig davon, ob sie tariflich gebunden sind. Der Mindestlohn gilt als allgemeinverbindlich. Außerdem sind auch Betriebe mit Sitz im Ausland verpflichtet den Mindestlohn zu bezahlen, wenn sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2021.

DIE NEUEN MINDESTLÖHNE IM ÜBERBLICK

FÜR „UNGELERNTE ARBEITNEHMER“ – MINDESTLOHN I

ab 1. Mai 2017 10,35 Euro
ab 1. Mai 2018 10,60 Euro
ab 1. Mai 2019 10,85 Euro
ab 1. Mai 2020 11,10 Euro

FÜR „GELERNTE ARBEITNEHMER“ (GESELLEN) – MINDESTLOHN II

in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland- Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein:

ab 1. Mai 2017 13,10 Euro
ab 1. Mai 2018 13,30 Euro
ab 1. Mai 2020 13,50 Euro

in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen:

ab 1. Mai 2017 11,85 Euro
ab 1. Mai 2018 12,40 Euro
ab 1. Mai 2019 12,95 Euro
ab 1. Mai 2020 13,50 Euro

UNTERSCHIEDE „UNGELERNTE ARBEITNEHMER“ UND „GESELLEN“

„Gelernte Arbeitnehmer (Gesellen)“ sind Arbeitnehmer, die:

  • für das Maler- und Lackiererhandwerk oder ein anderes Handwerk einschlägige handwerkliche Tätigkeiten des Maler- und Lackiererhandwerks, ausführen
  • den Gesellenbrief im Maler- und Lackiererhandwerk oder einen vergleichbaren anderen Ausbildungsabschluss haben
  • einen staatlich anerkannten Berufsabschluss bzw. einen entsprechenden Nachweis (Zertifikat) aus dem Ausland, der zu Maler- und Lackiererarbeiten qualifiziert, haben.

„Ungelernte Arbeitnehmer“ arbeiten unter Aufsicht und Anleitung (insbesondere von Gesellen bzw. Vorarbeitern) und führen einfache Hilfstätigkeiten aus.

FÜR WEN DER MINDESTLOHN GILT UND FÜR WEN NICHT

Der Mindestlohn gilt für alle gewerblichen Arbeitnehmer der Branche (Maler-, Lackierer-, Tüncher-, Weißbinder-, Schildermaler-, Fahrzeug- und Metalllackierer-, Gerüstbau-, Entrostungs- und Eisenanstrich-, Wärmedämmverbundsystem-, Betonschutz-, Oberflächensanierungs-, Asbestbeschichtungs-, Fahrbahnmarkierungs- sowie Bodenbeschichtungs- und -belagsarbeiten) die eine versicherungspflichtige Tätigkeit ausüben.

Nicht erfasst werden jedoch:

  • Fahrzeug- und Metalllackierer, die in stationären Werkstätten tätig sind,
  • Personen, die nachweislich: Schüler einer allgemeinbildenden, weiterführenden Schule oder – im Rahmen ihrer Erstausbildung – einer berufsvorbereitenden Schule sind oder – aufgrund einer Schul-, Ausbildungs- oder Studienverordnung ein Praktikum absolvieren oder – innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung ihrer Schulausbildung bis zu einer Gesamtdauer von 50 Arbeitstagen zum Zwecke der Berufsfindung beschäftigt sind,
  • gewerbliches Reinigungspersonal und anderes gewerbefremdes Hilfspersonal, das ausschließlich in den Verwaltungs-, Verkaufs- und Sozialräumen des Betriebs tätig ist.
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FAIR – Der Song (live)

Faire Arbeit. JETZT! Maler-Tarifbewegung 2016 Tarifbewegung Bau 2016
Die Kolleginnen und Kollegen der Malerfachgruppe Bremen und der Junge Bau Bremen sind sehr aktive Gewerkschafter und haben die „Schnauze voll“ von der sozialen Ungerechtigkeit in unserem Land – sprich Mindestlohn, Niedriglohn, prekäre Beschäftigung im Allgemeinen! Darüber handelt der Song. Wir wollen Faire Arbeit – Fairen Lohn!
Fair, der Song:     https://youtu.be/-JM7_cZO8zA
Hier kann man den Song käuflich erwerben:  
Oliver Mikos
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IG BAU setzt gleichen Mindestlohn für Gesellen in Ost und West durch

Maler-Tarifbewegung 2016


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 23.11.2016

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die rund 200 000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk höhere Mindestlöhne durchgesetzt. In der zweiten Verhandlungsrunde einigten sich gestern Abend die IG BAU und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz auf eine stufenweise Anhebung.
„Die Angleichung der Branchen-Mindestlöhne für Gesellen in Ost und West war überfällig. Die Erfahrung mit der bereits angeglichenen Lohnuntergrenze für Ungelernte zeigt, dass es den Betrieben nicht schadet und gleichzeitig den Wettbewerb fairer gestaltet, weil eine Konkurrenz auf Kosten der Beschäftigten verboten ist“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2021. Die Erklärungsfrist der Tarifvertragsparteien endet am 9. Dezember 2016.

Folgende Anhebungsschritte wurden im Einzelnen vereinbart:

Mindestlohn I (für ungelernte Arbeiter) im gesamten Bundesgebiet

derzeit (seit 1. Mai 2016): 10,10 EURO

ab 1. Mai 2017: 10,35 EURO

ab 1. Mai 2018: 10,60 EURO

ab 1. Mai 2019: 10,85 EURO

ab 1. Mai 2020: 11,10 EURO

Mindestlohn II (für Gesellen)

West (inkl. Berlin ) Ost
derzeit (seit 1. Mai 2016) 13,10 EURO (Berlin 12,90 EURO) 11,30 EURO
ab 1. Mai 2017 13,10 EURO 11,85 EURO
ab 1. Mai 2018 13,30 EURO 12,40 EURO
ab 1. Mai 2019 13,30 EURO 12,95 EURO
ab 1. Mai 2020
13,50 EURO
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Kollegen aus Kassel fordern ordentliches Lohnplus!

Maler-Tarifbewegung 2016

(Foto: Ralf Helwerth IG BAU)

Die Maler und Lackierer der Firma Schalles aus Kassel wurden auf einer Betriebsversammlung über die gescheiterten Tarifverhandlungen im Maler- und Lackiererhandwerk informiert. Das sehr bescheidene Angebot der Arbeitgeber wurde als beschämend aufgenommen. Die Beschäftigten waren der Ansicht, dass jetzt etwas geschehen muss  um zu einer akzeptablen Lohnerhöhung  und vernünftige Tarife zukommen.

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BONN: Wo ist die Wertschätzung für unsere Arbeit!

Maler-Tarifbewegung 2016

Foto: Damian

Die Kollegen von der Firma Füssenich aus Bonn sind über das Angebot vom Arbeitgebern völlig empört. 1 % für eine Laufzeit von 12 Monaten und nochmals 1% für weitere 12 Monate ist einfach lächerlich und hat mit Wertschätzung nichts zu tun. Sie appellieren an die Kollegen aus der Branche die Tarifrunde im Maler- und Lackiererhandwerk aktiv zu unterstützen! DU BIST ES WERT!!!

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Firma Ambrock Hagen – Die Wut wächst……

Maler-Tarifbewegung 2016
…..über die „Angebote“ der Arbeitgeber bei der 2.Tarifverhandlung im Maler und Lackierer-Handwerk. Als den Kolleginnen und Kollegen der Firma Ambrock aus Hagen bei ihrer heutigen Betriebsversammlung der aktuelle Stand der Tarifverhandlungen vorgetragen wurde , machte sich große Wut und Enttäuschung über das „Angebot“ der Arbeitgeber in der Runde breit.Die Meinung der Kolleginnen und Kollegen ist klar…..WIR SIND MEHR WERT !!!! WIR stehen hinter unseren berechtigten Forderungen und erwarten von den Arbeitgebern endlich ein verhandelbares Angebot !!!!! 

Fotos H.M

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1% Nö – Unterirdisch für Kollegen in Bremen

Maler-Tarifbewegung 2016

 

https://youtu.be/TsHjvyuQCFs

Hallo Kolleginnen und Kollegen, wir Maler und Lackierer haben die Schnauze voll von dem miserablen Angebot der Arbeitgeber und einer Lohnerhöhung von nur 1 %. Deswegen hat unser BR-Vorsitzender der Fa. August Hespenheide Bremen und Vorsitzende der Malerfachgruppe Bremen (Thomas Sengewald) heute eine Baustellenbegehung unternommen, um die Meinung der Kollegen dazu zu erfahren! Herausgekommen ist ein sehr emotionales Video und klare Vorstellungen den Befragten!!! Mit uns nicht! Wir sind Mehr Wert als 1%!

Forderung der IG BAU:

Zu Beginn der Tarifverhandlungen zum Ecklohn im Maler- und Lackiererhandwerk, am 31. März 2016, hat die IG BAU folgendes gefordert:

5,9 Prozent mehr Lohn für 12 Monate.

Ausbildung: Arbeitgeber-finanzierte Altersvorsorgeregelung (Malerrente) für die Auszubildenden der Branche.

Ost-West-Gefälle: Beinahe 30 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich eine deutliche Angleichung der Löhne von Ost an West.

Darüber hinaus wollen wir mit den Arbeitgebern Ergebnisse erzielen zu den Themen…

Weihnachten: Arbeitsfrei bei vollen Bezügen am 24. und am 31. Dezember für alle Beschäftigten. Bisher gelten diese Tage als normale Arbeitstage.

Verbindlichkeit der Lohnabschlüsse: In einigen Landesinnungen konnten in der Vergangenheit nur mit erheblichem Zeitverzug oder kein Landeslohntarifvertrag abgeschlossen werden. Die IG BAU forderte deshalb eine höhere Verbindlichkeit der Lohnabschlüsse für die Zukunft ein.

Bilder und Film Olaf Damerow

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